lecker leben

Aber bitte mit Vollfettsahne: Freestyle Trifle

September 14, 2008 · 1 Kommentar

Den Grundgedanken des Trifle haben wir Dessertsüchtigen den Briten zu verdanken. Auch US-amerikanische Eiscremehersteller beherrschen die je nach Betrachtungsweise Unart bzw. Kunst, festen Keks oder Kuchen mit Cremig-Kühlem und saftigen Früchten zusammenzuwerfen und das Ganze mit einem ansehnlichen Topping zu vollenden.

Kalorienzählen kann man bei folgendem Rezept getrost vergessen, dazu sind zu viele im Spiel. Auch, wenn wir auf Wackelpudding und selbst angesetzte Puddingcreme (wie es das Original vorsieht) aus Zeitgründen verzichten…dafür macht dieses Dessert ganz schön glücklich!

Man nehme für eine große Schüssel Freestyle Trifle:

  • Vorlaufzeit von mindestens 5 Stunden (wegen der Durchkühlung)
  • ca. 500 ml Magerquark und Joghurt zu gleichen Teilen
  • 1 kleine Packung Mascarpone
  • 3 Päckchen Vanillinzucker (do-it-yourself steht im PS)
  • ein wenig Zitronenschale (gibt es fertig zu kaufen, ansonsten von einer gewaschenen Bio-Zitrone oder Bio-Limette selbst abreiben)
  • Gelatine für ca. 400 ml Flüssigkeit, bei Veggies auf Agar-Agar umschwenken
  • ca. 300 ml Sahne
  • ca. 500 Gr Himbeeren und Waldfrüchte (TK-Ware oder bei viiiiel Zeit und Saison frische Früchte)
  • 1 Packung Tiramisu-Löffelkekse
  • nach Wahl: Kekse, Meringuen, Schokolade, gut sind z.B. Hobbits mit Schoko, Daim, Milka Tender, das Weiße von 1 Großpackung Milchschnitten, Monte

Los geht’s:

  1. TK-Früchte auftauen und abtropfen lassen bzw. frische Früchte waschen, gut abtrocknen und evtl. zu mundgerechten Stücken zerkleinern
  2. Die Creme bauen: Quark mit Joghurt und Mascarpone verrühren, Vanillezucker dazu, evtl. mit herkömmlichen Zucker abschmecken, Zitronenschale dazu. Von der Mascarpone evtl. nur die Hälfte hinzugeben – das Ganze sollte nicht zu fest sein. Und nicht zu süß, die Frische vom Quark sollte ruhig noch schmeckbar sein. Von der Zitronenschale nur soviel, dass man deren Säure gerade so erahnen kann.
  3. Die Gelatine nach Packungsaufschrift in diese Masse geben. Achtung, lieber zu wenig Gelatine auf die Gesamtflüssigkeit (Quarkcreme plus Sahne) rechnen als zu viel.
  4. Sahne steif schlagen und unter die Quarkcreme heben.
  5. Jetzt folgt die Schichtarbeit, und zwar in eine gläserne Schüssel, damit man die Schichten auch schön erkennen kann: Auf den Boden eine Lage Löffelkekse, dann Creme drauf, dann Früchte. Und wieder von vorn, evtl. auf eine Lage Löffelkekse Früchte geben, damit die Kekse schön durchweichen. Zwischendurch eine Lage kleingekrümelte Kekse oder Schokolade oder Meringuen einbauen – je nach Geschmack. Der Effekt sollte crunchy sein, die viele Creme mit ein wenig Biss „aufgelockert“ werden.
  6. Das krönende Topping können je nach Wahl ein paar dekorativ platzierte Früchtchen, Schokokrümel oder auch eine Schicht Milchschnittenweiß sein – up to you.
  7. Ab in den Kühlschrank. Richtig lecker wird es nach einer ganzen Nacht in Kühlung, weil die Masse die richtige Gelatine-Steife erhält und die Kekse schön Fruchtsaft ziehen können.

PS: Vanillezucker kann man ganz einfach selbst machen – die Schote beim nächsten Auskratzen anstatt wegzuwerfen, einfach in ein Schüsselchen mit weißem Zucker geben. Und warten. Je länger, desto vanilleintensiver der Geschmack des Zuckers…yummi!

Kategorien: Lernen · Sweets

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